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Migräne ist ein doofer Kopfmann - Vom Leben mit dem Gewitter im Kopf Kirsten Wendt

Migräne ist ein doofer Kopfmann - Vom Leben mit dem Gewitter im Kopf

Kirsten Wendt

Published
ISBN :
Kindle Edition
66 pages
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 About the Book 

Man muss nur wollen“, stellt der Heilpraktiker fest. „Ich würde mal zum Osteopathen gehen“, rät die Freundin. Über die richtige Behandlung bei Migräne meint wirklich ein jeder Bescheid zu wissen.Das bekommt auch Kalinka Nauer zu spüren, die sich aufMoreMan muss nur wollen“, stellt der Heilpraktiker fest. „Ich würde mal zum Osteopathen gehen“, rät die Freundin. Über die richtige Behandlung bei Migräne meint wirklich ein jeder Bescheid zu wissen.Das bekommt auch Kalinka Nauer zu spüren, die sich auf die Suche nach dem richtigen Arzt und dem passenden Therapeuten macht. Sie lernt dabei attraktive Knochenbrecher kennen, stößt auf Pupillenspezialisten, die etwas Schlimmes in ihren Augen sehen und besucht Nervenärzte, die außer der Herausgabe von Kopfschmerzkalendern nicht viel zu bieten haben. Mitunter stellt Kalinka sich die Frage, was schlimmer ist: die Migräne selbst oder die klugen Ratschläge der Mitmenschen. Dabei will sie doch einfach nur ihre Schmerzen loswerden und ein ganz normales Leben mit Familie, Freunden und Job führen. Ihr Chef sieht das allerdings ein bisschen anders.Das Leben mit Migräne ist anstrengend. Die Autorin Kirsten Wendt weiß das aus eigener Erfahrung nur zu gut, denn sie leidet selbst seit Jahren unter den Attacken, die häufig heruntergespielt und nicht ernst genommen werden. Unvorstellbar, dass es sehr viele Menschen gibt, die trotz der starken Schmerzen studieren, zur Arbeit fahren, Kinder großziehen und den Garten verschönern. Vertuschung ist dabei alles, denn gegen Migräne kann man etwas tun – denken jene, die sich nicht damit herumplagen müssen.In ihrem unterhaltsamen Roman beschreibt Kirsten Wendt den Alltag einer Migräne-Patientin mit all seinen Facetten – teils heiter, teils nachdenklich und manchmal deprimiert.Leseprobe:Ein Anruf in der lahmen Neurologen-Praxis ergibt, dass ich nicht einfach so anrufen kann. Doch ich bin zu schlapp und mein Kopf schmerzt zu sehr, als dass ich zwei Stunden Wartezimmer ertragen kann. Die Telefontante geht mir auf die Nerven. Was ist das für ein Schnarchverein dort? Ich möchte doch nur wissen, wie lange diese Depression noch andauert und ob ich davon ausgehen kann, dass die Wirkung gleich Null ist, wenn ich durchgehend Migräne habe. „Sind Sie suizidgefährdet?“, fragt sie mich jetzt allen Ernstes. Das weiß doch jeder, dass jene, die es ernsthaft vorhaben, es nicht ankündigen. Nur um die dusselige Kuh zu ärgern, sage ich matt „Ja“ und lege auf. Gleich darauf klingelt mein Telefon, doch ich gehe nicht ran. Es freut mich ein bisschen, dass Madame nun in Schweiß kommt, die Nummer meiner Schwiegereltern wählt und sogar Nachbarn ausfindig macht. Bevor alle in Panik geraten, löse ich auf und gebe mich geschlagen. Das Medikament schmeiße ich in den Mülleimer.Ich bin mit dem Kindle in der Hand eingeschlafen, weil ich es nicht weglegen wollte, was selten bei mir vorkommt und kann es kaum erwarten, den zweiten Teil in die Finger zu kriegen! (Christian Dörr, Pagewizz)Humor, so schreibt Lea Streisand, habe immer einen engen Bezug zur Tragik. Humor sei nur stimmig, wenn es um etwas Wichtiges geht. In diesem Buch geht es um etwas Wichtiges: um ein schmerzfreies Leben, um die ganz normale Teilnahme an der Gesellschaft. Und gerade deshalb ist dieses Buch auch so umwerfend komisch. (Frederik Weitz, Autoren auf Kindle)Auf charmante Art erfährt der Leser viel über das Leiden von Migränepatienten, doch langweilig wird es keineswegs. Obwohl das Thema sehr ernst ist, gelingt es der Autorin eine charmante Atmosphäre zu schaffen. Die Kurzgeschichte ist sehr flüssig zu lesen, von vorne bis hinten stimmig und toll recherchiert.